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Auf das Material kommt es an


Das Umweltbewusstsein der Verbraucher und Hersteller von Dämmstoffen wächst zunehmend. Bei der Wahl eines passenden Dämmstoffes wird daher immer mehr Wert auf ökologische Verträglichkeit gelegt. Die Belastung für die Umwelt soll bei Gewinnung, Herstellung und Transport so gering wie möglich sein, der Dämmwert höchst- und längstmöglich.

Ökologische Dämmstoffe werden immer beliebter bei den Bauherren. Denn einerseits beruhigen sie das Gewissen, andererseits gelten sie heutzutage teilweise als wirtschaftlicher und effizienter gegenüber konventionellen Produkten.

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© manfredrichter/ pixabay.com


Die Auswahl auf dem Markt steigt von Jahr zu Jahr. Allerdings ist nicht jeder Öko-Dämmstoff für jedes Projekt geeignet. Folgende Werte spielen eine entscheidende Rolle:

    Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert beziehungsweise Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert))

✓    Wasserdampf-Diffusionswiderstand

    Materialpreis

    Materialstärke

    Ökobilanz (Energiebedarf und Umweltbelastung bei der Herstellung sowie beim Transport)

    Vorsichtsmaßnahmen beim Einbau

    Verfügbarkeit der Rohstoffe

    Wiederverwendbarkeit (zusätzlich Deponier- und Kompostierfähigkeit)

    Eignung für die Anwendungsbereiche

    S challdämmung

✓    Wärmespeicherkapazität

 

ÖKOLOGISCHE DÄMMSTOFFE UND MATERIALIEN IM ÜBERBLICK:

 

1. Zelluloseflocken / Zellulosedämmplatten

Zellulose-Dämmstoff besteht aus organisch-natürlichen Rohstoffen, hier pflanzlichen Ursprungs. Er wird aus recycelten Tageszeitungen hergestellt. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,040 Watt pro Meter und Kelvin. Brandschutztechnisch werden die Flocken oder Platten als Brandschutzklasse B2, normal entflammbar, eingestuft. Inhaltsstoffe können neben Altpapier noch Jute, Ligninsulfonat, Tallharz, Aluminiumsulfat, Borax oder Borsäure sein. Die Borsäure wirkt als Brandschutzmittel, gegen Schimmel und Schädlingsbefall. Die Ökobilanz der Herstellung und des Transports wird als gut bewertet. Zelluloseflocken und –dämmplatten sind luftfeuchteausgleichend, verfügen über eine extrem hohe Wärmespeicherfähigkeit (hoher sommerlicher Wärmeschutz), dämmen gut gegen Schall und wurden bereits über 60 Jahre auf ihre Langlebigkeit erprobt. Die genormten Platten sind einfach zu verarbeiten und eignen sich daher auch für Eigenleistung. Sie stauben wenig, ein Atemschutz wird dennoch bei der Verarbeitung empfohlen. Sie werden oft zur Dachdämmung zwischen Sparren, Wänden und Böden sowie zur Fassadendämmung eingesetzt. Dagegen entsteht beim Einblasen der Flocken in Hohlräume von Dächern, Wänden und Decken sehr viel Staub und Fasern werden freigesetzt. Deshalb sollte dieses Verfahren nur vom Fachbetrieb angewandt werden. Zellulose-Dämmstoff kann wiederverwertet, aber nicht kompostiert oder deponiert werden.

 

2. Kork (Dämmplatten oder Schüttung)

Kork ist ebenfalls ein organisch-natürlicher beziehungsweise pflanzlicher Rohstoff. Die Korkeiche wächst vornehmlich am Mittelmeer, muss daher lange Transportwege zurücklegen. Korkrinden-Reste oder recycelte Flaschenkorken werden mit 370 Grad heißem Wasserdampf und unter Druck zu Granulat gebacken. Durch die hohe Temperatur tritt das Harz aus und wirkt als Bindemittel. Zudem vergrößern sich die Zellen, die Dämmeigenschaft wird dadurch optimiert. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,045 Watt pro Meter und Kelvin, die Brandschutzklasse bei B2. Kork gilt als chemisch neutral, diffusionsfähig, beständig gegen Nagetiere, verrottungs- und fäulnisfest gegen Schädlinge und Bakterien. Auch hier profitiert man von einer hohen Wärmespeicherung (sommerlicher Wärmeschutz), keinen lungengängigen Feinstäuben und keiner elektrostatischen Aufladung. Der Dämmstoff kann in Eigenleistung für Dach-, Decken-, Fußboden- und Außenwandbereich verwendet werden. Die Ökobilanz schneidet trotz der hohen Temperaturen bei der Herstellung, aber dank der fehlenden Zusätze gut ab. Lediglich bei imprägniertem Kork sieht die Einschätzung anders aus. Zudem steigen die gesundheitlichen Risiken, da Formaldehyd- und Bitumendämpfe entweichen können.

 Korkplatten Korkmatte
 
© Dieter Schütz/ pixelio.de
© Martin Schemm / pixelio.de

 

3. Schafwolle (Dämmmatten, Filz, Stopfwolle oder Platten)

Schafwolle ist wieder ein organisch-natürlicher, allerdings tierischer Rohstoff. Die Matten entstehen durch das mechanische Verweben mit einem Schurwoll-Trägervlies. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,040 Watt pro Meter und Kelvin sowie der Brandschutzklasse B2 gleicht Schafwolle den vorherigen Produkten. Zur Herstellung können neben Schafschurwolle noch Naturkautschukmilch, Borsalz, Eisenoxid, Kalk und Tonerde einfließen. Das Borsalz wirkt als Brandschutzmittel, gegen Schimmel und Schädlingsbefall. Schafwolle kann bis zu 33 Prozent Wasser aufnehmen, ist diffusionsfähig und feuchteausgleichend. Sie gilt als schwerer entflammbar, antistatisch und schmutzabweisend. Zudem passt sie sich durch Elastizität und Dehnbarkeit ihrem Untergrund gut an. Daher wird sie auch gerne als Alternative zu PUR-Ortschaum zum Abdichten von Fenstern und Türen verwendet. Als geruchsneutrale Dämmung ist die Wolle beständig gegen Schimmel und Motten. Sie kann problemlos wiederverwendet oder kompostiert werden. In Eigenleistung findet sie Einsatz in Dachschrägen, Decken, Wänden und Böden.

 

4. Holzfaserdämmplatten / Holzfaserweichplatten

Holzfaserdämmplatten sind organisch-natürlich, da pflanzlichen Ursprungs. Sie bestehen aus Hackschnitzeln von Nadelholzresten. Das Restholz wird thermisch-mechanisch zerfasert, mit Wasser zu Faserbrei vermischt, gesiebt und dann zu Vlies verarbeitet, gepresst und getrocknet. Die Bindung übernimmt das eigene Harz. Auch hier liegt die Wärmeleitfähigkeit bei 0,040 Watt pro Meter und Kelvin. Die Brandschutzklasse erreicht durch Zugabe von Ammoniumsulfat B2. Das poröse Fasergefüge begünstigt die Dampfdiffusion, die Platten sind atmungsaktiv. Sie können viel Wasser aufnehmen, verlieren dann aber ihr optimales Dämmvermögen. Mit der höchsten Wärmespeicherkapazität gelten sie als hervorragender sommerlicher Wärme- und winterlicher Kälteschutz. Als ausreichend nachwachsende Ressource ist Holz vollständig recycle- und kompostierbar. Ausgenommen sind imprägnierte Platten mit Bitumen oder Naturharzen, die somit feuchtigkeitsresistent gemacht wurden. Die Platten können selbst an Wand, Decke, Dach und auf dem Boden verlegt werden. Die Ökobilanz lautet auch hier „gut“, wenn die zur Herstellung benötigte Energie bereits ökologisch gewonnen wurde.

Holzplatten Holzboden
© Dietmar Grummt / pixelio.de
© Rainer Sturm / pixelio.de

 

5. Kokosfasern (Kokosrollfilz-Dämmstoff, Filz, Matten, Platten)

Kokosfasern sind ein organisch-natürlicher, da pflanzlicher Rohstoff. Die Fasern aus der Bastschicht der Kokosnuss werden mechanisch genadelt, zu Rollfilzvliesen verarbeitet, flammschutzbehandelt und getrocknet. Ihre Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,045 bis 0,050 Watt pro Meter und Kelvin. Ammoniumsulfat oder Borsalz ermöglichen die Brandschutzklasse B2. Kokosfasern sind nicht toxisch, schadstofffrei, geruchsneutral, feuchtebeständig, verrottungsfest, strapazierfähig, formbeständig, insektensicher und langlebig. Nur das Ammoniumsulfat kann zu Augen- und Hautreizungen führen. Je nach Art und Weise des Einbaus können sie wiederverwendet werden. Ansonsten erfolgt die Entsorgung durch Verbrennung. Ihre guten Wärme- und Schalldämmeigenschaften machen sie ideal für die Zwischensparrendämmung im Dach, die Hohlraumdämmung in Decken, Wänden und Böden oder als Stopfware für Tür- und Fensterschlitze. Da die Anwendung unkompliziert ist, können die Produkte in Eigenleistung verarbeitet werden. Transport und Herstellung sind recht energieextensiv.

 

6. Wiesengras / Seegras

Vor allem Wiesengras ist ein problemlos nachwachsender Dämmstoff, der unbegrenzt verfügbar ist. Nach dem Mähen wird es als Silage mittels Milchsäuregärung konserviert, dann gewaschen und zu Zellulose verarbeitet. In dieser Form findet das Gras Anwendung als Ein- beziehungsweise Aufblasdämmstoff oder als Stopfdämmstoff. Dämmmatten sind ebenfalls erhältlich. Wiesengras gilt als besonders ökologisch, bei Seegras scheiden sich noch die Geister, da es beispielsweise auch wichtig für die Erhaltung von Stränden ist. Wird es dort allerdings verräumt, steht dem Gebrauch als Dämmstoffgrundlage nichts im Wege.

 

7. Flachs (Flachsfaserdämmplatten)

Flachsfasern als organisch-natürlicher, da pflanzlicher Dämmstoff werden mit natürlichem Stärkekleber zu Platten verbunden. Teilweise wird Kunststoffgewebe eingearbeitet, um die Platten zu stützen. Diese Platten weisen eine Wärmeleitfähigkeit von 0,037 Watt pro Meter und Kelvin sowie die Brandschutzklasse B2 auf. Borsalz hemmt auch hier die Entzündungsgefahr und hilft gegen Schimmel und Schädlingsbefall. Teilweise kommt als zusätzlicher Inhaltsstoff Wasserglas zum Einsatz. Der Rohstoff ist nachwachsend, der Energiebedarf bei der Herstellung und für die Montage gering. Daher stimmt die Ökobilanz. Eine Wiederverwendung ist möglich, allerdings ist die Entsorgung wegen der Zusätze noch schwierig. Als Wärme- und Schalldämmung für Wände und Decken und Wärmedämmung für den Dachausbau verarbeiten sich die Platten leicht und hautsympatisch. Das Antackern ist in Eigenleistung machbar. Flachsfaserdämmplatten gelten als besonders feuchtigkeitsregulierend.

 

8. Hanf (Hanfdämmplatten, Vlies)

Hanf als organisch-natürlicher, pflanzlicher Dämmstoff wird immer beliebter. Die Fasern werden wasserglasfixiert und mit Polyesterstützfasern oder Soda vermischt. So erreicht man eine Wärmeleitfähigkeit von 0,042 Watt pro Meter und Kelvin sowie die Brandschutzklasse B2. Das Material ist von Natur aus fungizid und antibakteriell, daher ist keine Imprägnierung notwendig. Seine Robustheit und Feuchtigkeitsbeständigkeit macht es zur ausgezeichneten Wärmedämmung. Es wird als Dämmstoff für Wände, Decken und im Dachbereich eingesetzt. Das Zuschneiden und Einklemmen der Platten in die Holzkonstruktion ist in Eigenleistung möglich. Hanf ist ein ökologisch hochwertiger Dämmstoff, da es eine heimische, schnellwachsende Pflanze ohne Ansprüche an die Bodenqualität ist. Beim Zusatz von Polyester ist die Kompostierbarkeit eingeschränkt.

 

9. Glasschaumschotter

Die Herstellung von Glasschaumschotter aus gemahlenem, recyceltem Altglas macht ihn zu einem natürlichen, umweltfreundlichen Baustoff. Die Wärmedämmung entsteht auch hier durch die Aufschäumung. Die weiteren Eigenschaften entsprechen dem Schaumglas.

 

10. Schaumglas (Platten, Halbschalen)

Schaumglas ist ein Dämmstoff aus anorganisch-synthetischem Rohstoff. Es handelt sich um einen wasserdampfdichten, geschlossenzelligen, feuchteunempfindlichen sowie feuer- u. druckfesten Stoff aus aufgeschäumtem Glas oder Altglas. Er brennt nicht und verfügt über eine Wärmeleitfähigkeit von 0,040 Watt pro Meter und Kelvin. Zur Herstellung benötigt man Quarzsand, KaliFeldspat, Calciumcarbonat, Natriumcarbonat, Eisenoxid und Kohlenstoffpulver zur Aufschäumung. Außer geringer Geruchsbelästigung durch Schwefelwasserstoff beim Schneiden der Platten ist Schaumglas gesundheitlich unbedenklich. Das Material fasert nicht, enthält keine ozonabbauenden Treibgase, keine Kunststoffanteile, ist umweltneutral und baubiologisch unbedenklich. Ökologisch nachteilig sind die hohe Primärenergie bei der Herstellung und die Bitumenverklebung. Schaumglas eignet sich besonders für die Außendämmung gegenüber dem Erdreich (Perimeterdämmung) oder zur Flachdach- beziehungsweise Gründachdämmung. Aufgrund der Dampfdichtigkeit empfiehlt es sich allerdings nicht für andere Einsatzgebiete. Dafür ist Schaumglas beständig gegen Frost und Witterung, Nagetiere und Insekten, Verrottung und Fäulnis, Alterung und Chemikalien.

 

11. Holzwolleleichtbauplatten

Holzwolleleichtbauplatten sind organisch-natürlich, da pflanzlichen Ursprungs. Sie bestehen aus langfaserigen Holzspänen, einem Nebenprodukt der Forstwirtschaft. Zement oder Magnesit werden beim Pressen der Platten als Bindemittel verwendet. Da ihr Dämmwert eher mäßig ausfällt, finden sie oft Anwendung als Schalung für Schüttdämmstoffe oder als Verbundplatten für andere Dämmstoffe. Allerdings gelten sie als gut schalldämmend. Das mineralische Bindemittel trübt etwas die Ökobilanz. Eine Wiederverwendung ist jederzeit möglich, die Verbrennung und Deponierung aber problematisch. Eigenleistung ist aufgrund der einfachen Anwendung und der gesundheitlichen Unbedenklichkeit möglich.

Holzwolle
© Gerda Müller / pixelio.de

 

12. Blähperlit (Schüttdämmstoff)

Das Perlit-Gestein ist vulkanischen Ursprungs, bildet daher einen organisch-natürlichen, mineralischen Dämmstoff. Durch die Erhitzung auf 1.000 Grad entweicht das Wasser und das Rohmaterial wird aufgebläht. Durch die innere Aufporung erhält das Granulat eine Wärmeleitfähigkeit von 0,050 Watt pro Meter und Kelvin. Als Gestein ist der Dämmstoff nicht entflammbar, enthält allerdings teilweise eine Bitumen-, Gips- oder Parafinharzummantelung für eine höhere Druckfestigkeit. Vulkangestein ist weltweit verfügbar, legt aber unter Umständen lange Transportwege zurück. Eine Wiederverwertung oder Deponierung ist problemlos möglich. Reines Blähperlit ist schadstofffrei, gesundheitlich unbedenklich, umweltverträglich, ungeziefersicher und unverrottbar. Meist findet es Anwendung als Schüttgut in Wänden, Fußböden als Trittschall und Wärmedämmung oder im Dach als Wärmedämmung. Bei guter Vorbereitung ist die eigene Verarbeitung kein Problem. Im Herstellungsprozess mindert nur das kurzzeitige Erhitzen die Ökobilanz.

 

13. Baumwollflocken / Baumwolldämmmatte

Baumwolle ist ein organisch-natürlicher, da pflanzlicher Dämmstoff. Als Montagehilfe wird die Oberfläche mechanisch verfestigt. Die Wärmeleitfähigkeit entspricht 0,040 Watt pro Meter und Kelvin, die Brandschutzklasse B2. Borsalz wird zum Brandschutz, gegen Schimmel und Schädlingsbefall zugesetzt. Das Material ist beständig in der Luft und im Erdreich gegen Verrottung, hautsympathisch, setzungssicher, alterungsbeständig, thermisch belastbar und wasserabweisend. Die gute Wärme- und Schalldämmung macht es ideal für die Dämmung zwischen Sparren, Holzständerwänden, Trennwänden und Decken. Die Verlegung kann in Eigenleistung geschehen. Zum Einblasen in Dach-, Wand- und Deckenhohlräume sowie zum losen Aufblasen auf festen Untergründen sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.

 

14. Hobelspan

Hobelspäne aus Nadelholzresten als organisch-natürlicher, pflanzlicher Rohstoff werden aufbereitet und mit einem hauchdünnen Film aus Molke, Soda oder Zement umhüllt. Als Schütt- oder Blasgut bilden sie einen homogenen Dämmkörper ohne Fugen und Hohlräume. Die Wärmeleitfähigkeit wird mit 0,055 Watt pro Meter und Kelvin bescheinigt, die Brandschutzklasse als B2. Holzspäne bieten eine effiziente Wärmedämmung und hervorragende Wärmespeicherung. Sie sind feuchtigkeitsregulierend, gut verfügbar, gesundheitlich unbedenklich und beständig gegen Pilz- und Schädlingsbefall. Im Neubaubereich und bei der Altbausanierung sollte ein Fachbetrieb die staubfreie Verarbeitung übernehmen. Später sind die Holzspäne wiederverwendbar.

Hobelspäne
© Rainer Sturm / pixelio.de

 

15. Blähton

Blähton ähnelt in seiner Herstellung dem Blähperlit. Allerdings wird kein Vulkangestein, sondern hochwertiger Ton verwendet. Auch dieses Granulat wird als Schüttgut für die Hohlraumdämmung eingesetzt. Die Wärmeleitfähigkeit wird mit 0,100 Watt pro Meter und Kelvin angegeben. Die ökologischen Vorteile dieses Dämmstoffes liegen in der Verfügbarkeit, Schadstofffreiheit und umweltfreundlichen Entsorgung oder auch Wiederverwendbarkeit.

 

16. Kalziumsilikatplatten

Kalziumsilikatplatten zählen zu den anorganisch-natürlichen, mineralischen Dämmstoffen. Sie sind nicht brennbar und eignen sich aufgrund des extrem hohen Porenanteils (90%) und der hohen Speicherfähigkeit von Feuchtigkeit optimal für die Innendämmung. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,060 Watt pro Meter und Kelvin. Sie bestehen aus Calciumoxid, Siliciumoxid, Cellulosefasern und Wasserglas. Da es keine Umwelt- oder Gesundheitsbelastung bei der Herstellung, Verarbeitung oder Entsorgung gibt, ist die Ökobilanz top. Die Platten sind diffusionsfähig und klimaregulierend, luftreinigend und formbeständig, unverrottbar und alterungsbeständig, fäulnisresistent und resistent gegen Insekten oder Nagetiere, schimmelhemmend und einfach zu verlegen. Meist finden sie Verwendung als Innendämmung bei denkmalgeschützten Fassaden oder dort, wo keine Außendämmung möglich ist sowie zur Innendämmung im Keller. Wichtig ist, dass sie rauminnenseitig nur mit diffusionsoffenen Farben oder Tapeten behandelt werden dürfen.

 

 

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