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Dem Schimmel keine Chance geben


Schimmelpilze in Innenräumen sind für Bauherren und Mieter ein echtes Problem. Denn Schimmel ist nicht nur eine echte Gefahr für die Gesundheit der Bewohner, sondern kann auch der Substanz des Hauses schaden. Mit den Tipps auf dieser Seite können Sie einem Schimmelbefall vorbeugen.

Schimmel zeigt sich in verschiedenen Weisen: schwarz, grün oder weiß, pelzig in Fugen, auf der Tapete oder hinter Möbeln. Dazu kommt ein modriger Geruch. Schimmelpilze sind überall, aber erst ihre Vermehrung durch Feuchtigkeit macht sie problematisch.

Die Feuchtigkeit kann durch mehrere Faktoren entstehen: baulich bedingte Durchfeuchtung, durch aufsteigende oder eindringende Feuchtigkeit von außen oder eindringende Feuchtigkeit von innen (Havarie). Feuchtigkeit dringt durch verstopfte Regenrinnen, Baufeuchte, ein undichtes Dach, verrutschte Dachziegel, defekte Wasser-, Abwasser- oder Heizungsleitungen, Risse in der Außenwand, schadhafte Anschlussbleche am Schornstein oder an Dachflächenfenstern und undichte Fugen ein. Des Weiteren können Feuchteschäden durch Tauwasserausfall (Oberflächentemperatur unter 12,6 Grad Celsius) entstehen.

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© Daniel Bleyenberg / pixelio.de

 

Die entstehende Feuchtigkeit durch die Bewohner entspricht in einem Einfamilienhaus etwa einem Kasten Sprudel täglich: Wäsche trocknen, Blumen gießen, feucht wischen, Duschen, Kochen und der Mensch selbst produzieren täglich mehrere Liter Feuchtigkeit. Warme Luft nimmt diese besser auf als kalte. Trifft die warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen, entsteht Kondensat. Der Schimmel siedelt sich nur an, wenn erstens Feuchtigkeit und zweitens eine kalte Innenoberfläche vorhanden ist. Nur die endgültige Beseitigung der Feuchtigkeit kann Schimmelpilzbefall vermeiden.

Mit Schimmel ist nicht zu spaßen. Er ist für Atemwegserkrankungen, allergische und reizende Reaktionen verantwortlich. Bei gesundheitlichen Problemen sollte umgehend der Hausarzt konsultiert werden. In den eigenen vier Wänden ist die rasche und fachgerechte Beseitigung der Ursache wichtig, um eine weitere Belastung von Personen und Bausubstanz zu vermeiden.

Bausachverständige oder das Einsenden von Proben an Schimmelpilzlabore helfen bei Zweifeln. Kleineren Schimmelbefall kann man mit Alkohol oder säurehaltigen Lösungen behandeln. Dabei sollten Türen geschlossen und Schutzausrüstung getragen werden. In der Nähe befindliche Gegenstände sollten gewaschen, gereinigt oder ganz entfernt werden. Größeren Schimmelbefall überlässt man Fachfirmen. Das gilt auch für die Sanierungsarbeiten. Gegebenenfalls müssen der Untergrund entfernt und Bauschäden entfernt werden.

Um sich kostspielige Renovierungen zu ersparen, sollte man bereits im Alltag gegen Schimmelbildung vorgehen. Die einfachste Maßnahme ist das richtige Lüften. Wassertröpfchen an den Fensterscheiben sind ein Indiz, dass die relative Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist. Da man Wasserdampf nicht sehen und nicht riechen kann, ist zu empfehlen, die relative Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer zu kontrollieren. Beträgt der gemessene Wert auf längere Zeit über 60 Prozent, sollten die Alarmglocken schrillen.

Schimmelbildung durch Feuchtigkeit

© Projekt_Kaffeebart / pixelio.de

 


Stoßlüften im Winter

Vor allem im Winter sollte man zwei bis drei Mal täglich die Heizkörperventile zurückdrehen und fünf Minuten Stoßlüften, im Bad auch länger. Ordentlich Durchzug sorgt für den Austausch der feuchten gegen trockene Luft. Gekippte Fenster kühlen hingegen die umliegenden Wände stark aus und bieten geringeren Luftaustausch. Räume, die deutlich kälter sind als der Rest der Wohnung, dürfen nicht durch die offene Tür mit beheizt werden. Schlafräume sollten im Winter auch beheizt werden. Auf Seite 50 gibt es weitere Informationen zum damit verbundenen, richtigen Heizen.

Möbel und andere Einrichtungsgegenstände gehören nicht direkt an die Außenwände. Auch Vorhänge sollten genügend Abstand halten, um eine bessere Belüftung dahinter zu ermöglichen. Bei Kellerräumen ist der Sommer kritisch. Da dann die Wände kühler sind als die Außentemperaturen, entsteht Kondensat. Eine Lüftung wird hier am ehesten nachts oder am frühen Morgen empfohlen. Im Winter ist der Zeitpunkt egal. Speziell ältere Gebäude verfügen über keine abgedichteten Keller und haben daher mit Durchfeuchtung zu kämpfen.

Sind Renovierungsarbeiten unumgänglich, bergen auch diese Gefahren für Schimmelbildung. Der Einbau neuer Fenster sollte nur in Verbindung mit einer Dämmung der Außenwände geschehen. Ansonsten schlägt sich die Feuchtigkeit an den kühlen Außenwänden statt am Fenster nieder und bietet Nährboden für Schimmel. Richtiges Lüften wird dann umso wichtiger.

 

 

 

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